Rainer Rohloff. Gitarre und Projekte

 

Mikis Theodorakis
Athen 2001

Mikis Theodorakis

 
"...Ich habe mit Aufmerksamkeit und Interesse die Arrangements meiner Musik für Solo- Gitarre von Rainer Rohloff gehört und bin vollständig zufrieden damit. Rohloff achtet umfassend das Geschriebene und den Geist der Kompositionen, seine Übersetzung vollzieht sich mit Ernsthaftigkeit und in kreativer Form, so daß sowohl die Eigenständigkeit der Gitarre als auch die der Musik erhalten bleiben. An einigen Stellen denkt man, daß die Virtuosität an die Grenzen des Instrumentes stößt. Ein Fakt, so glaube ich, der das Interesse vieler Gitarristen wecken wird. Aber auch die Freunde der Musik und speziell die Verehrer meiner Musik werden das Vergnügen haben, die ihnen bekannten Kompositionen in einem neuen leuchtenden musikalischen Kleid zu sehen, welches den Stücken sicher einen neuen Atem gibt..."

 

Gisela May
Berlin 2004

Gisela May

 
Theodorakis ist ein Komponist, der mit seiner Musik ein ganzes Jahrhundert beeinflusst hat. Seine Musik drückt die Sehnsüchte und Freuden, die Freiheitsliebe des griechischen Volkes aus. Viele Melodien wurden weltbekannt.
 
Rainer Rohloff hat sich als erstklassiger Gitarrist dieser Musik verschrieben, da er das Glück hatte, mit Theodorakis selbst noch zu musizieren. Viele der Orchesterstücke hat Rainer Rohloff für sein Instrument, der Gitarre, als wunderbare Solostücke bearbeitet und es ist ihm gelungen, durch eine ganz neue Farbe diese CD zu einem Hörgenuß zu machen.

 

Andreas Dresen
Potsdam 2008

Andreas Dresen

 
Rainer und Mikis Theodorakis- das scheint eine Herzensbindung zu sein.
Es ist so viel Liebe und Schmerz in dieser Musik, Aufbruch, Verzweiflung, Mut. Und Wärme. Gefühl, ohne Sentiment.
Es braucht einen Virtuosen, um all das zum Klingen zu bringen. Aber vor allem braucht es den ganzen Menschen.
Was Rainer ausmacht, spiegelt sich in seiner Musik. Herzlichkeit, Melancholie, Güte, Klugheit, Humor.
Er ist ein Gitarrist, der seinesgleichen sucht, der nicht nur mit den Fingern, sondern mit der Seele die Musik begreift. Und ein guter Freund dazu.

 

Tobias Morgenstern
Theater am Rand
Zollbrücke 2002

Tobias Morgenstern

 
Rohloff erkennt die tief in den Werken verwurzelten Kräfte und Emotionen. Er verfolgt die Motive im Original und empfindet sie für sein Instrument neu. Er versteht es, Klangfarben und Effekte der Konzertgitarre im Sinne der unverwechselbaren, folkloristisch konzertanten Musik Theodorakis` einzusetzen. Daraus entwickelt sich eine sehr ernst zu nehmende Haltung des Interpreten gegenüber dem Werk von Mikis Theodorakis.
 
Der riesenhaften Besetzung des Poems scheint kaum eine Übertragung in eine andere Instrumentierung denkbar. Jedoch durch die konsequente Reduzierung auf die absolut sparsamste, kleinste solistische Darbietungsform erhöht sich paradoxerweise die Intensität der Wirkung.
 
Gerade das sensibelste aller Instrumente, die Gitarre, vermag mit ihren zarten, leisen Tönen das gesamte Spektrum von Trauer, Sehnsucht und Hoffnung hervorzuzaubern. Oft entstehen Szenen, die uns in die griechische Landschaft versetzen. Dabei gelingen Rohloff musikalische Bilder, welche die Stimmungen und Gefühle der Zeit von Theodorakis sehr nahe bringen.
 
Durch die klagenden, traurig-melancholischen, oder auch (sirtaki) rhythmisch-fordernden Klangfiguren der Gitarre wird der Zuhörer immer wieder in Gedanken zu Illusionen und humanistisch-philosophischen Utopien angestoßen und provoziert. Die Konzentriertheit und die Sparsamkeit der musikalischen Mittel lassen dem Zuhörer Raum für eigene Vorstellungen. Seine aktive Zuhörerarbeit macht ihm das Gehörte umso ergreifender.
 
Welcher Instrumentalmusik, noch dazu einer Übertragung von sinfonischer Besetzung auf ein Soloinstrument, gelingt es, solche politisch-philosophischen Dimensionen des Originals zu erhalten und gleichzeitig neu entstehen zulassen wie bei der Übertragung der „Songs & Poems“ auf die Konzertgutarre von Rainer Rohloff?